7. Gesamtschule: Dependance ist eine ganz schlechte Lösung

Gibt es eine intelligente architektonische andere Lösung?

Für den Bau der 7. Gesamtschule ist nun im Gespräch, diese Schule auf zwei Standorte zu verteilen. Die GEW möchte sich vehement dagegen aussprechen und fordert die Stadt auf, eine andere Lösung zu suchen.
7. Gesamtschule: Dependance ist eine ganz schlechte Lösung

Foto: Dominik Buschardt

Gesamtschulen leben von einem gemeinsamen Miteinander aller Schüler*innen und Mitarbeiter*innen. Funktionierende Konzepte werden klassen- und jahrgangsübergreifend gelebt, denn Lernen ist in vielerlei Hinsicht viel mehr als Fachunterricht und Stundenplan.

Als Lernhelfer übernehmen die Älteren Verantwortung für die Jüngeren, die Kolleg*innen beraten in Teams in den unterschiedlichen Jahrgängen. Oftmals müssen Entscheidungen kurzfristig und Rückmeldungen direkt gegeben werden.

Eine Dependance stört Kommunikation und unterbricht wichtige pädagogische Prozesse zwischen allen Mitgliedern einer Schulgemeinde.  Schulen mit zwei Standorten erhalten keine zusätzlichen finanziellen und personellen Mittel. Alle Mitarbeiter*innen müssen die Mehrbelastung durch das Pendeln alleine stemmen, was die tägliche Arbeit erschwert und letztlich die Schulentwicklung beeinträchtigen kann. Hektik, verkürzte Pausen, stressiges Unterwegssein – auch der beste Stundenplanmacher kann das nicht verhindern. Oft muss ein Problem in den Pausen geklärt werden, doch wegen der Pendelei fällt das flach.

Organisatorisch und pädagogisch stellt eine Schule mit zwei Standorten die schlechteste Lösung für alle Beteiligten dar.
Wenn die Grundstücksfrage nicht anders geklärt werden kann, müssen intelligente architektonische Lösungen her, um die Dependance zu verhindern und eine gute Schulentwicklung ermöglichen.