GEW kämpft weiter für faire Bezahlung von Lehrkräften

Lehrkräfte in der Grundschule und der Sekundarstufe I verdienen 500€ weniger

Die GEW lässt nicht locker: In Berlin werden die Grundschullehrkräfte zukünftig genauso bezahlt, wie die Lehrkräfte in den anderen Schulformen. In zehn Bundesländern verdienen wenigstens die Lehrkräfte in der Sekundarstufe I genauso viel wie in der Sekundarstufe II. Wann ist es in NRW endlich soweit?
GEW kämpft weiter für faire Bezahlung von Lehrkräften

Foto: pixabay

Im Rahmen einer Veranstaltung mit 250 ehrenamtlichen Funktionären übergab die GEW mehr als 16 000 Unterschriften für eine faire Besoldung nach A13 Z/EG 13 für alle Lehrerkräfte in NRW an Mathias Richter, Staatssekretär im NRW-Schulministerium.
„Ohne Entlastungsmaßnahmen und eine gerechte Besoldung unabhängig von der Schulform wird eine geplante Werbekampagne für neue Lehrkräfte, die wir dringend brauchen, ins Leere laufen. Warum sollen sich z.B. junge Leute für die Grundschule oder die Sekundarstufe I entscheiden, wenn sie schon beim Einstieg in den Beruf über 500 € weniger verdienen?“ So sieht es Richard Voß von der GEW in Wuppertal.

Unentgeltliche Mehrarbeit in den Schulen auf dem VormarschMit Blick auf die jetzt bekannt gewordenen Vorwürfe des Landesrechnungshofes, dass angeblich jede dritte Überstunde von Lehrkräften an den NRW-Schulen zu Unrecht bezahlt, erklärt Voß: „Das ist schon ein infames Stück. Die Kolleg*innen leisten regelmäßig an den Schulen unentgeltlich Mehrarbeit, um die Lücken bei der Unterrichtsversorgung zu schließen. Jetzt werden sie indirekt an den Pranger gestellt. Die GEW fordert seit Jahren eine Statistik über diese Mehrarbeit, um Transparenz über das Ausmaß herzustellen und zu ermitteln, wieviel Geld die Landesregierung durch diesen engagierten Einsatz an den Schulen spart.“