Sportunterricht am Katernberg:

Stadt verstößt gegen gesetzlichen Auftrag

Die Turnhalle am Katernberg wurde unerwartet abgerissen, nun müssen die Schüler*innen der Grund-, Haupt- und Gesamtschule zur Turnhalle Simonsstraße am Arrenberg pendeln. Im Wesentlichen sind sie zurzeit auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen. Ergebnis: Reduzierung der Sportzeit für die Grundschüler*innen auf die Hälfte, für die Haupt- und Gesamtschüler*innen auf ein Drittel!
Sportunterricht am Katernberg:

Das war Grund genug für die GEW, den Einsatz von Schulbussen zu fordern, um wenigstens etwas Unterrichtszeit für den Sport zu gewinnen. Die Stadt hat die betroffenen Schulen aufgrund der Initiative der GEW zu einem Gespräch am 3. März 2015 eingeladen. Doch bereits im Vorfeld wird jetzt in einer Vorlage an den Schulausschuss der dringend notwendige  Schulbus schlicht abgelehnt. Der Schulausschuss tagt am 25.2.2015. Will die Stadt die Schulen eine Woche später vor vollendete Tatsachen stellen? Das ist eine Vorgehensweise, mit dem sich das neu geschaffene Dezernat Bürgerbeteiligung beschäftigen sollte! 

Die GEW ist der Meinung, dass die Stadt ihren gesetzlichen Auftrag ignoriert. Laut Schulgesetz ist die Stadt verpflichtet, die erforderlichen Gebäude bereitzustellen, die für einen ordnungsgemäßen Unterricht notwendig sind. Wenn nun die Stadt die dramatische Kürzung des Sportunterrichtes zulässt,  verstößt sie gegen diesen Auftrag. Wie sollen Schulen unter diesen Umständen den vorgegebenen Lehrplan erfüllen? Die fehlende Sporthalle am Katernberg ist schließlich kein vorübergehender Zustand, sondern er wird auf Jahre so andauern. Für die neue Sporthalle steht noch nicht einmal das Grundstück endgültig fest. Die GEW erneuert ihre Forderung, Schulbusse für den Sportunterricht der Katernberger Schulen einzusetzen.