Equal Pay Day für Grundschullehrer*innen

GEW Aktion am 23. November 2016 in Düsseldorf vor der Bezirksregierung

Die letzten fünf Wochen jeden Jahres arbeiten Grundschullehrer*innen eigentlich unbezahlt. Denn sie werden schlechter bezahlt als beispielsweise ihre Kolleg*innen in der Sekundarstufe II. Dagegen macht die GEW jetzt mobil. Und das geht erfolgreich nur, wenn viele mitmachen!
Equal Pay Day für Grundschullehrer*innen

Foto: Tim Reckmann/pixelio.de

Seit 2009 absolvieren alle Lehrer*innen eine gleich lange wissenschaftliche Ausbildung mit zehn Semestern Hochschulstudium plus Referendariat und üben eine gleichwertige Tätigkeit aus. Die unterschiedliche, schulformspezifische Besoldung der Lehrämter ist nicht nur historisch überholt, sondern auch verfassungswidrig, wie das Gutachten von Prof. Dr. Ralf Brinktrine zur rechtlichen Zulässigkeit der unterschiedlichen Eingruppierung beamteter Lehrer*innen in NRW im Auftrag der GEW NRW zeigt.

Lehrkräfte an Grundschulen sind zu etwa 90 Prozent weiblich. Wie auch in anderen frauentypischen Berufen zeigt sich, dass die Bezahlung überall dort schlechter ist, wo überwiegend Frauen arbeiten. Sachliche Gründe lassen sich dafür längst nicht mehr finden. Lehrer*innen an Grundschulen leisten wertvolle Arbeit, die endlich gerecht bezahlt werden muss.

23. November 2016 - Aktion Equal Pay DayWir treffen ab 15 Uhr vor dem Gebäude der Bezirksregierung Düsseldorf in der Cecilienallee 2 und machen auf die Ungerechtigkeit aufmerksam.

Die Wuppertaler Kolleg*innen fahren gemeinsam mit der S 8 und ab HBF Düsseldorf mit der U 78 oder U 79 bis Klever Platz. GEW-Mitglieder erhalten die Fahrtkosten erstattet.
W-Oberbarmen 13.51 - W-Barmen 13.53 - W-Elberfeld 13.58 - W-Vohwinkel 14.08

Gemeinsam und selbstbewusst wollen wir zeigen, dass wir bereit sind, für unsere berechtigten Interessen einzutreten. Dabei kommt es auf jede und jeden Einzelnen an.


Widersprüche und Musterklagen für eine faire BesoldungDie Landesregierung und der Landtag haben leider versäumt, das Problem der verfassungswidrigen und unfairen Besoldung im Zuge der Dienstrechtsreform in NRW zu lösen und die Besoldungsstruktur an die Ausbildungswirklichkeit anzupassen. Um diese berechtigte Forderung durchzusetzen, wird die GEW NRW nun den Rechtsweg beschreiten. Sie ruft daher betroffene Kolleg*innen daher auf, ihre Rechte mit Widerspruch geltend zu machen.