Lieferchaos bei den Selbsttests für Schüler*innen

Das hätte man besser organisieren müssen

Bis zu drei Tage von 7 - 19 Uhr auf die angekündigten Pakete warten - das war die Aufgabe von mehreren tausend Schulen in der letzten Osterferienwoche.
Lieferchaos bei den Selbsttests für Schüler*innen

Foto: pixabay

Der Ministerpräsident hatte verkündet: „Ohne Tests in den Schulen kein Präsenzunterricht“. Doch offensichtlich hatte er vorher nicht geklärt, dass die Testkits auch wirklich zur Verfügung stehen. Mal davon abgesehen, dass die Selbsttestung vor allem von Grund- und Förderschülern hochproblematisch ist und die Testabnahme auch nicht zu den Aufgaben von Lehrkräften gehören darf, ist die Organisation der Testauslieferung durch die Landesbehörden eine Katastrophe.

Anstatt die Schulträger mit ins Boot zu holen und für jede Stadt eine Anlieferadresse zu organisieren z.B. in den Rathäusern, wo ständig die Pförtnerloge besetzt ist, mussten tausende Schulleitungen von Mittwoch bis Samstag in der Osterferienwoche die Annahme vor Ort regeln, von 7 - 19 Uhr versteht sich und ohne zu wissen, an welchem Tag denn nun die Lieferung erfolgt. Angekündigt war die Maßnahme am Ostersamstag gegen 19 Uhr.

Nicht nur ein logistisches Armutszeugnis, sondern auch die Offenbarung, dass man in der Landesregierung von den praktischen Umsetzungen vor Ort keinerlei Vorstellung hat.