Runder Tisch Schulreinigung

Stadt greift Initiative der GEW auf

Am 18. Mai 2016 fand der erste „Runde Tisch Schulreinigung“ statt. Die Schulformsprecher*innen und GEW-Vertreter*innen legten gravierende Missstände auf den Tisch. Hauptknackpunkt ist, dass den Reinigungskräften zu wenig Zeit zur Verfügung steht, die vorgesehenen Aufgaben zu erfüllen.
Runder Tisch Schulreinigung

Foto: Pixabay

Zum Gespräch lag die Leistungsbeschreibung für die Unterhaltsreinigungen an Schulen vor, an die sich die Reinigungsfirmen halten müssen. Für die Schulvertreter wurde dadurch offensichtlich, dass der Anspruch dieser Leistungsbeschreibung und die Wirklichkeit weit voneinander entfernt sind.

Toilettenreinigung zweimal täglich?

Einhellig waren Schul- und Gewerkschaftsvertreter der Meinung, dass eine Zwischenreinigung der Toiletten an Schulen mit ganztägigem Betrieb unerlässlich sei. Das Gebäudemanagement erklärte seine grundsätzliche Bereitschaft dies umzusetzen, andere Städte (so z.B. Essen) hätten ähnliche Beschlüsse gefasst. Das sei Sache der Finanzierung.
Zu spüren war der ernsthafte Wille der Stadt, Verbesserungen zu erreichen. Von Seiten des Gebäudemanagements wurde mehrfach betont, dass es kaum Beschwerden der Schulen gibt. Das sollten die Schulen als Auftrag verstehen.

Verabredungen des "Runden Tisches"Schulen werden ermuntert, sich unmittelbar über Missstände zu beschweren. So sollen
Abweichungen von Verpflichtungen der Reinigungsfirmen in jedem Einzelfall sofort moniert werden. Erste Ansprechpartner*innen sind die Hausmeister*innen, wenn das keine Änderung bringt, das Gebäudemanagement: frank.heinecke@gmw.wuppertal.de

Der Leiter des Gebäudemanagements erklärte sich bereit, individuelle Lösungen mit den Schulen zu verabreden, um besondere Problemlagen zu berücksichtigen. Die Leistungsbeschreibung zur Schulreinigung wird dafür allen Schulen zur Verfügung gestellt. Die GEW schlägt vor, diese auf den Prüfstand zu stellen. Es liegt leider auf der Hand, dass die dort beschriebenen Reinigungsleistungen von den Firmen nicht in allen Punkten erfüllt werden.

Viele Fragen noch ungeklärtViele Fragen konnten beim ersten „Runden Tisch“ noch gar nicht angesprochen werden bzw. Widersprüche bleiben im Raum zunächst stehen.

  • Es wird nicht gewischt, wenn die Klasse vorher nicht gefegt wurde? Es wird auch nicht gewischt, wenn mehr als zwei Stühle unten stehen?
  • Flächen oberhalb von 1,60 m Höhe werden grundsätzlich nicht geputzt?
  • Für Fensterbänke sind nur die Fensterputzer zuständig?

Solche Beispiele ließen sich noch in einer langen Liste fortsetzen. Bisher auch noch nicht besprochen wurde die vor allem von Grundschulen als notwendig angesehene tägliche Reinigung der Böden. Offensichtlich fehlt es auch an einer guten Kommunikationsstruktur zwischen Schulen und Gebäudemanagement. Daran kann gleichfalls im Rahmen des „Runden Tisches“ sicher noch positiv gearbeitet werden.