Schulschwimmen: GEW im Gespräch mit der Stadt

Erste Ergebnisse in Sicht

Aufgrund der Umfrage der GEW zur Situation des Schulschwimmens kam es am 6.2.2020 zu einem Gespräch der GEW mit dem Schulträger und Vertretern des Sport- und Bäderamtes. Von der GEW nahmen Martina Haesen und Richard Voß an dem Gespräch teil.
Schulschwimmen: GEW im Gespräch mit der Stadt

Foto: A-Windmüller/pixelio.de


Ergebnis des Gespräches mit der Stadt: Erste Verbesserungen in Sicht. Nun können wir berichten, dass es erste zaghafte Schritte zur Verbesserung der Schwimmsituation beim Schulschwimmen in Wuppertal geben soll.

Überarbeitete Abfrage zur Schulschwimmplanung 2020/21

Erfreulich ist, dass der Schulträger den Vorschlag der GEW aufgegriffen hat, den bisherigen Fragebogen zu überarbeiten. Allerdings hatte die GEW im Vorfeld des Gespräches auch vorgeschlagen, alle betroffenen Schulen vor der Herausgabe eines aktualisierten Fragebogens erst einmal in die Überarbeitung miteinzubeziehen, um damit genauere Information zu erhalten, welche organisatorischen Maßnahmen zur Sicherstellung eines effektiveren Schwimmunterrichts aus der jeweiligen schulischen Sicht überhaupt Priorität haben und wo der dringendste Handlungsbedarf besteht.
Dieser Idee ist der Schulträger nicht nachgekommen, trotzdem sieht die GEW den neuen Fragebogen, als einen ersten Schritt in die richtige Richtung an.
Unsere Bitte an Sie: Überprüfen Sie den aktualisierten Fragebogen aus schulischer Sicht kritisch und geben uns zeitnah eine Rückmeldung bzw. Verbesserungsvorschläge dazu.

Bessere Verzahnung mit dem Stundenraster der einzelnen Schulen

Besser berücksichtigt im Fragebogen ist nun die Abfrage nach bevorzugten Schwimmzeiten, nach Uhr-zeiten des Unterrichtsbeginns, Unterrichtsende und der Pausenzeiten sowie die Möglichkeit, eigene Bemerkungen und Wünsche einzutragen.

Abholzeiten mit dem Bus werden verlängert

Häufig zurückgemeldet von den Schulen und nun bei der Planung 2020/21 berücksichtigt: Die Abholzei-ten mit dem Bus nach dem Schwimmen werden auf 20 Minuten (statt bisher 15 Minuten) ausgedehnt. Vor allem für die Grundschulen sicher eine kleine Entlastung!
Verlängerung der Wasserzeit bleibt organisatorisches Problem
Dem Wunsch aller Schulen, die Wasserzeit zu verlängern, kann aus Sicht des Schulträgers nicht nachge-kommen werden angesichts von 90 zu versorgenden Schulen und der derzeit begrenzten Verfügbarkeit von nutzbaren Schwimmbädern.

Anzahl der Schwimmer*innen und Nichtschwimmer*innen genau angeben

Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Anzahl der Schwimmer*innen und der Nichtschwimmer*innen anzugeben. Nach Angaben des Schulträgers haben in der Vergangenheit viele Schulen ungenaue Angaben oder gar keine Angaben gemacht. Gerade hinsichtlich der wachsenden Anzahl von Nichtschwimmer*innen sollte jede Schule dies aber möglichst genau ermitteln, damit eine bessere Koordinierung der Wasserzeiten vor allem in den Nichtschwimmerbecken möglich ist.

Austausch mit den Verantwortlichen vom Sport- und Bäderamt

Mit den Vertretern des Sport- und Bäderamtes wurde u.a. das Thema Kommunikation mit dem Badpersonal angesprochen. Zahlreiche Lehrkräfte wünschen sich hier eine bessere Kommunikation und mehr Verständnis für die Belange der Schulen. Darüber hinaus sprach die GEW die schwierigen Bedingungen in den Umkleidekabinen an, die es den Lehrkräften oft schwer machen, ihre Aufsichtspflichten wahrzunehmen. Die Vertreter des Sport- und Bäderamtes versicherten im Gespräch, die Anliegen der Schulen aufzugreifen und dem Badpersonal zurückzumelden.

GEW bleibt am Ball

Wir werden jedenfalls kritisch begleiten, ob die Umsetzungen erfolgen und weiter Anstöße zur Verbesserung geben.

Zusammenfassung des Gesprächs zum Ausdrucken.