Schulstart in NRW - einige Forderungen der GEW erfüllt

Info der Fachgruppe Grundschule zu den Neuregelungen

Zumindest Masken und Tests stellt die Landesregierung zur Verfügung. Der Ausbau der Digitalisierung kommt zwar in Schwung, aber der dringend notwendige Support fehlt.
Schulstart in NRW - einige Forderungen der GEW erfüllt

Foto: pixabay

Die Grundschulen sollen durch zusätzliche Einstellungen unterstützt werden:

  • 400 sozialpädagogische Fachkräfte für die Schuleingangsphase
  • Einstellung weiterer befristet Beschäftigter für max. zwei Jahre
  • 800 Planstellen für Gymnasien mit Teilabordnung an andere Schulformen (vorgezogener Personalbedarf für G 9)

Eine dringende Forderung der GEW wird erfüllt:

  • Alle, die in der Schule arbeiten, können sich bis zu den Herbstferien alle 14 Tage kostenlos testen lassen.
  • Masken werden Pflicht an den Schulen, solange die Kinder nicht an ihrem Platz sitzen. Nur in gut durchlüftbaren Räumen darf unterrichtet werden.
  • Finanzmittel für Alltagsmasken und zusätzliche Schutzausrüstungen wie FFP2- Masken oder Plexiglasscheiben für die Inklusion stehen zur Verfügung.
  • Digitale Endgeräte für Schüler*innen finanziert das Land mit 10 % Eigenanteil des Schulträgers. Digitale Endgeräte für Lehrkräfte werden vollständig vom Land finanziert, langjährige Forderung der GEW endlich umgesetzt.
  • Ein Lernmanagementsystem und LOGINEO NRW stehen zur Verfügung, in Kürze auch für Schüler*innen. Ein Messenger und ein Videotool sind in Arbeit.
  • Kolleg*innen mit einem hohen Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-Erkrankung sollen weiterhin zunächst bis zu den Herbstferien nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden, neues Attest erforderlich.

Hier ist Nachbesserung dringend nötig

  • Digitalisierung braucht professionellen Support und umfassende Fortbildung der Kolleg*innen.
  • Maskenpflicht und Handhygiene sind gut – aber auch Abstand im Klassenraum ist nötig. AHA! Das muss auch für die Offenen Ganztag gelten.
  • Die Grundschulen brauchen Personal mit einer Bleibeperspektive,

    • z.B. Kolleg*innen mit dem Lehramt Gym.Ge., die nach den Bedarfen der Grundschulen ausgewählt werden,
    • z.B. Möglichkeiten der Bewährung und des Lehramtserwerbs für befristet Beschäftigte.

  • Tests müssen an den Schulen durchgeführt werden.
  • A 13 / EG 13 für alle Lehrkräfte muss endlich realisiert werden.
  • Die Erwartungen ans Distanzlernen sind angesichts unzureichender personeller, räumlicher und technischer Voraussetzungen überzogen. Ein Stufenplan mit realistischen Perspektiven je nach Entwicklung des Infektionsgeschehens fehlt.

2020/21 wird trotz einiger Unterstützungsmaßnahmen für die Schulen kein Schuljahr wie jedes andere werden.

Starten Sie gesund und bleiben Sie gesund!