Degas und Rodin

GEW Senior*innen im von-der-Heydt-Museum Wuppertal

Die Gruppe der Senior*innen in der GEW hat sich inzwischen fest etabliert. Diesmal standen die Ausstellung "Degas und Rodin - Giganten der Moderne" und ein gemeinsames Frühstück auf dem Programm.
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Wieder waren es am 17.2.2017 über 40 Teilnehmer*innen, genau 45, dazu 12 "Entschuldigungen". Es gab auch viele neue Gesichter, teilweise Kolleg*innen mit ehemaligen Dienststellen in anderen Städten.

Da merkt man, wie wichtig es ist, sich auch nach der Zurruhesetzung  im Rahmen der GEW zu treffen. Man ist sich immer noch irgendwie vertraut und findet wie selbstverständlich Gesprächsthemen, was man an der lebhaften Unterhaltung merkt. Ähnliche Interessen sind auch nach wie vor vorhanden.
Über den großen Zuspruch unserer Gruppe freuen wir uns sehr. Diesmal wurden wir sogar mit zwei wunderschönen Frühlingsblumensträußen bedacht. Dafür noch einmal ganz herzlichen Dank!

Das Café- Restaurant MIO in Elberfeld war der Treffpunkt zum gemeinsamen Frühstück. Wir saßen dicht gedrängt an langen Tischen, was aber zur guten Stimmung und zum regen Austausch beitrug. Danach schlenderten wir zum Von-der-Heydt-Museum, um uns die erfolgreiche Ausstellung "Degas und Rodin - Giganten der Moderne" anzuschauen. In zwei Gruppen wurden wir 90 Minuten lang durch die Ausstellung geführt.

Die beiden Künstler waren nicht befreundet, sind sich wohl aber in den einschlägigen Cafés und Salons von Paris begegnet und kannten die Arbeiten des jeweils anderen. Ihre Bedeutung liegt nicht zuletzt darin begründet, dass sie, wie Ende des 19. Jahrhunderts allgemein üblich, nicht idealisierte Figuren aus Mythen oder aus der Antike darstellten, sondern Szenen und Figuren des alltäglichen Lebens, auch aus weniger noblen Gesellschaftsschichten.

So waren ihre Modelle durchaus nicht schön und manchmal sogar wiederzuerkennen, was den potentiellen Käufern aus der Oberschicht zunächst gar nicht gefiel, z.B. der Mann mit der gebrochenen Nase von Rodin oder die Tänzerinnen von Degas im Probenraum oder beim Anziehen der Schuhe und nicht in vollendeter Pose auf der Bühne.
Auch eine angezogene Skulptur wie die "Kleine Tänzerin" von Degas hat es vorher noch nie gegeben. Ebenso wirken die "Bürger von Calais" von Rodin durchaus nicht heroisch und sollten eigentlich auf Augenhöhe mit dem Betrachter und nicht auf einem Sockel stehen.
Auch arbeiteten die Künstler mit Gips - was als unfeiner Werkstoff galt - und glätteten ihre Skulpturen nicht perfekt, dafür aber schufen sie manche Figuren in extremen Bewegungen.
Während Degas aus einer sehr wohlhabenden Familie stammte und sich zunächst alles leisten konnte, aber später verarmte, kam Rodin aus sehr ärmlichen Verhältnissen und konnte nicht einmal an der Akademie studieren, sondern an einer Schule für Arme. Dafür kam er später zu Ruhm und Reichtum.

Das Resümee nach einem interessanten Vormittag: Wieder einmal war es lohnend, unterhaltsam und ... wir lernen ja lebenslang.

Einige ließen das Treffen noch im neuen Museumscafé "Muluru" gemütlich ausklingen.
Jedenfalls freuen wir uns mit euch auf unser nächstes Treffen im Mai.

Birgit Wernecke        Inge Hanten