Belastungen ernst nehmen – mehr Gesundheitsschutz

GEW: Land hat Verantwortung für Lehrer*innengesundheit

Die GEW mahnt die Landesregierung, mehr für den Gesundheitsschutz der Lehrkräfte zu tun und für klare und transparente Daten hinsichtlich der Gesundheitslage von Lehrkräften zu sorgen. Dies ist nach Auffassung der Gewerkschaft nicht immer der Fall. Die Beantwortung einer kleinen Anfrage der Piratenpartei zu den Themen Lehrergesundheit, Schadstoffbelastung und Beratungsleistungen des berufsgenossenschaftlichen arbeitsmedizinischen Dienstes (BAD) zeige große Defizite."

Insbesondere die von der Landesregierung vorgetragenen fehlenden Daten und deren Erfassung bei gemeldeten Berufserkrankungen ist fragwürdig", monierte heute der stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Sebastian Krebs anlässlich einer aktuellen Fragestunde im Düsseldorfer Landtag. Die Landesregierung sei schließlich zuständig für die Verhinderung von Gesundheitsgefährdungen der Beschäftigten. Wenn jetzt die Landesregierung auf eine mangelhafte Datenlage verweise, liege hier genau ihr Versäumnis.

Die Verantwortung für die Gesundheit der Lehrkräfte während des Dienstes müsse für alle Arbeitgeber*innen oder Dienstherr*innen oberste Priorität haben forderte der GEW-Vize. Sie könne auch nicht auf andere nachgeordnete Stellen abgeschoben werden. Krebs wörtlich: "Das gilt auch für das Land NRW."

Die GEW fordert, dass die Befragung der Lehrer*innen zu psychosozialen Belastungssituationen in den Schulen nach Regierungsbezirken zügig ausgewertet wird und dass die Schulen bei der Beseitigung von Missständen und gesundheitsbeeinträchtigenden Störungen unterstützt werden.

Sebastian Krebs abschließend: "Hierfür und für den Gesamtbereich Arbeits- und Gesundheitsschutz muss die Landesregierung die notwendigen Mittel bereitstellen und gegebenenfalls erhöhen. Die zunehmende Belastung der Lehrkräfte erfordert einen umfassenden Gesundheitsschutz."