Hintergrund ist, dass Bestellungen aus den zugewiesenen Geldern zwar von den Schulen im letzten Jahr getätigt wurden, diese bis heute aber teilweise nicht geliefert wurden. Nun sollen diese Bestellungen das Budget des neuen Etats 2026 belasten, was einer Kürzung der Mittel gleichkommt.
Bereits im letzten Jahr hatte die GEW gegen dieses Vorgehen protestiert, woraufhin die Stadt den Schulen zusagte, die Mittel aus den Vorjahren vollständig in das neue Haushaltsjahr zu übertragen. Es wurde auch angekündigt, eine „tragfähige, transparente und haushaltsrechtskonforme Lösung für die Zukunft“ zu erarbeiten mit der Möglichkeit auch weiterhin Mittel ansparen zu können.
Doch anders als angekündigt wurde etlichen Schulen mitgeteilt, die Haushaltsmittel des Jahres 2025 stünden nicht mehr zur Verfügung.
Außerdem hatten uns Schulen zurückgemeldet, dass sie immer noch keine Informationen (Stand Ende April 2026) darüber haben, welche Haushaltsmittel in diesem Jahr zur Verfügung stehen.
Wir fragen uns, wie die Schulen so überhaupt verlässlich planen sollen, wenn Klassen z.B. für die Einrichtung des Gemeinsamen Lernens und für die Erweiterung des Offenen Ganztags umstrukturiert werden müssen und Mobiliar rechtzeitig zum neuen Schuljahr vor Ort in den Schulen sein muss.
Erfahrungsgemäß nimmt der gesamte Bestellprozess mehrere Monate in Anspruch und nicht selten wird im Frühjahr bestelltes Mobiliar erst im Herbst geliefert, wenn die Schulen schon längst in das neue Schuljahr gestartet sind.
Wir halten diese Vorgehensweise für unverantwortlich gegenüber den Schulen und hatten die Stadt bereits im März um zeitnahe Aufklärung und Rückmeldung gebeten. Erst am 21.4.2026 kam die Antwort der Stadt, die Übertragung der Haushaltsmittel von 2025 auf 2026 sei gesichert.
Die GEW erwartet nun, dass die Schulen darüber zeitnah informiert werden. Fakt bleibt doch, dass Bestellungen aus dem Haushalt für das Jahr 2026 Stand heute immer noch nicht möglich sind, wie Schulen auch in den letzten Tagen erneut zurückgemeldet haben. Auch dazu brauchen die Schulen unbedingt grünes Licht.
Kontakt: Richard Voß, Tel. 0163 29 82 740

